Dekadenza in der Süddeutschen Zeitung – Tracht in Tradition und Interpretation – Chic oder G‘spinnert?

dekadenza_und_alpenherz_runway_muenchner_trachtentageIn der SZ vom 18.03.2013 wurde in einem halbseitigen Artikel über die Münchner Trachtentage, die Aussteller und das ewige Seilziehen zwischen Traditionsbewahrern und trachtigen Fashion-Interpretationen berichtet. In dem Artikel „Mops auf dem Kopf“ von Ines Alwardt geht es um den modernen Trachtenhut für Damen von Dekadenza mit Strass und Federschmuck ebenso wie um traditionelle Gebirgsschützenhüte mit gelber Quaste.

Wir bei Dekadenza freuen uns sehr, dass unsere Dirndl-Hüte gefallen und auch polarisieren, bekanntlich lässt sich über Geschmack nicht streiten.

Eines haben die Münchner Trachtentage, die Aussteller, Models auf dem Laufsteg und auch ein Großteil der Besucher gezeigt – die Tracht lebt und fesch haben alle ausgesehen

Sie ist wie Mode sein sollte, Kunst und Kultur zum Anfassen, Vorzeigen und Reinschlüpfen. Immer so wie man sich fühlt und passend zum Anlass.

Egal ob es sich nun um ein traditionsbewusstes, selbst geschneidertes Dirndl aus den erfahrenen Händen eines Mitglieds aus einem alt eingesessenen Trachtenverein oder ein atemberaubendes Haute-Couture-Dirndl handelt. Ob g‘spinnert oder traditionell ist dabei meines Erachtens sekundär, Hauptsache alle haben Spass an der Freud und Trachten/Trachteninterpretationen stehen wieder für ein Lebensgefühl, Stolz und Verbundenheit zu den heimatlichen Wurzeln.

Mit unseren modernen Damen Trachtenhut „Bayernkönig“, „Beautyqueen“ oder „Sissi“ tragen wir einen Anteil dazu bei Trachten wieder in aller Munde und auch in/auf die Köpfe modebewusster Damen zu bringen, für die lodengrün absolut kein Thema ist.

Eine kleine Anregung hätte ich aber an unsere Traditions-Kritiker. Ist ein schwarzer Trachtenhut mit pinker Schleife und Pfauenfeder auf dem Oktoberfest nicht schöner anzusehen, als ein Baseball-Cap? Ist es nicht schön, dass man sich wieder mit unseren Brauchtümern und Wahrzeichen beschäftigt, sei es auch nur in einem „Antenne Bayern Sammelalbum“? Tradition ohne Interpretation und Evolution stirbt irgendwann aus. Aber es ist gut auch Kritiker zu haben, die darauf achten, dass es nicht aus dem Ruder läuft und aus der Evolution nicht eine unkontrollierte Explosion wird.

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Aus diesem Grund liebe Tradiditionshüter und Fashion-Vicitms: „San ma wida guat und auf fesche Bälle und eine zünftige Wies‘n“

 

Anmerkung des Redakteurs: Der Redakteur selbst ist stolzer Besitzer des Antenne Bayern Sammelalbums und eines Boxer-Rüden. Schon allein aus zweitem Grund würde ihm nie ein Mops auf den Kopf kommen.

 

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